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Die Regale sind gefüllt mit Fertigbreis, Milchpulver und auch «Chrömli». All diese Produkte werden uns als «gut fürs Baby» verkauft. Das Angebot ist gross und Beschriftungen wie «Babynahrung» oder «ohne Zuckerzusatz» verleiten uns zum schnellen Griff und wir sind im Glauben, das Richtige gekauft zu haben. Für die meisten Eltern gilt – für die Kleinen nur das Beste.

Es lohnt sich aber tatsächlich etwas genauer hinzuschauen. Der Begriff ohne Zuckerzusatz oder ohne Kristallzucker kann zum Beispiel bedeuten «ohne industriellen Zucker». Liest man jedoch die detaillierte Zusammensetzung, findet sich meist doch ein hoher Prozentsatz von anderem Zucker in dem Produkt. Im Allgemeinen enthalten die meisten Babybreie und Babybiskuits extrem viel Zucker und sind erst noch sehr teuer. Meist sind auch Bioprodukte nicht zuckerfrei, insbesondere bei Traubenzucker oder Fruchtzucker ist Vorsicht geboten. Tees für Säuglinge können einen bedenklich hohen Zuckeranteil haben, was zum Beispiel den gesunden Schlaf beeinträchtigen kann.

Nach Empfehlung der WHO sollten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern weniger als zehn Prozent, idealerweise weniger als fünf Prozent der täglichen Energiezufuhr aus freien Zuckern stammen. Im ersten Lebensjahr sollen weder Zucker noch Salz der Babynahrung zugefügt werden, dies empfiehlt auch die Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie.

Eine hohe Zuckerzufuhr im ersten Lebensjahr ist nachteilig, da der Säugling bereits lernt süsse Dinge zu bevorzugen. Dies kann womöglich die Ernährungsgewohnheiten beziehungsweise das Verlangen nach Zucker im späteren Leben eines Kindes beeinflussen.

Danke für Euer Interesse.